28.10.2026

Dr. Arnold Arpaci erhält Hugo Sinzheimer Preis

Schwebende ausgezeichnete Dissertation im Vordergrund. Im Hintergrund ist eine Menschenansammlung zu sehen, die an einer friedlichen Demonstration erinnert.

Wie historische Quellen das Arbeitskampfrecht neu vermessen

Am 22. Oktober 2026 wurde die Dissertation Arbeitskampf um Wirtschaftsbedingungen – Die Mitbestimmung unternehmerischen Handelns in der Tarifautonomie von Herr Dr. Arnold Arpaci mit dem diesjährigen Hugo Sinzheimer Preis ausgezeichnet.

Der Preis für herausragende Dissertationen im Arbeitsrecht wurde im Rahmen der Veranstaltung Sinzheimer Vorlesung des Hugo Sinzheimer Instituts der Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem Institut für Zivil- und Wirtschaftsrecht der Goethe-Universität Frankfurt an der Goethe-Universität Frankfurt am Main vergeben.

Wir gratulieren unserem Autor herzlich zu dieser Auszeichnung!

Mehr zum Werk

Dr. Arpacis Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, ob man für Nachhaltigkeit, Standorte oder Investitionen streiken darf. Die Studie untersucht dabei den sachlichen Schutzbereich der kollektiven Koalitionsfreiheit sowie angrenzende, im GG und TVG wurzelnde Fragen.

Weitgehende Einigkeit besteht in der Forschung, dass der historischen Auslegung hierbei besondere Bedeutung zukommt. Die Studie deckt jedoch auf, dass eine von BAG-Präsident Nipperdey geprägte historische Deutung die Rechtswissenschaft bis heute in die Irre führt. Anhand bislang unbeachteter Quellen rekonstruiert sie die Entstehung der Formulierung „Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen“, untersucht die Entwicklung von Tarifrecht und Tarifpraxis und wagt eine Neubegründung der Tarifautonomie.