Im Gespräch mit Prof. Dr. Wolfram Pyta
In vielen Demokratien wird die Frage lauter, wie politische Handlungsfähigkeit gesichert werden kann, wenn Parteienlandschaften fragmentierter werden und die Ränder an Einfluss gewinnen. Auch in Deutschland steht damit die Stabilität von Mehrheiten und Koalitionen zunehmend zur Debatte. Im Gespräch mit Prof. Dr. Wolfram Pyta werfen wir einen Blick auf das Mehrheitswahlrecht – und darauf, ob es zu klareren Mehrheiten und verlässlicherer Regierungsbildung beitragen könnte.
Quo vadis, Demokratie? Zum Schutz der Demokratie durch ein Mehrheitswahlrecht
Prof. Dr. Wolfram Pyta ist Leiter der Abteilung für Neuere Geschichte an der Universität Stuttgart und Verfasser von sieben selbstständigen Monografien zur deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Für seine Studie zur Herrschaft Hindenburgs erhielt er 2008 den Landesforschungspreis für Grundlagenforschung des Landes Baden-Württembergs. Sein derzeitiges Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Kompromiss als Entscheidungsverfahren in Deutschland ab 1848.
Ziel der aktuellen Kampagne Quo vadis, Demokratie? ist es, dem wissenschaftlichen Diskurs und Austausch eine Plattform zu bieten. Dazu schaffen wir Raum für die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen zur Zukunft unserer Demokratie. Neben aufschlussreichen Interviews und Diskussionen stellen wir auch aktuelle wissenschaftliche Beiträge frei zur Verfügung.